Infinitivgruppen: for å, uten å, ved å
Nach einer Präposition steht im Norwegischen å + Infinitiv: for å lære (um zu lernen), uten å spørre (ohne zu fragen). So sagst du kurz, warum oder wie du etwas tust. Außerdem siehst du, wann at wegfallen kann und wie sich om und hvis unterscheiden.
Wir unterrichten Bokmål, die in Norwegen meistverwendete Schriftsprache.
Kurz gesagt: Nach einer Präposition steht å + Infinitiv: for å lære (um zu lernen), uten å spørre (ohne zu fragen).
Worum geht es?
Eine Infinitivgruppe ist eine kurze Art zu sagen, warum oder wie du etwas tust, oder was du stattdessen tust: Ich bin hergezogen, um zu arbeiten; er ging, ohne sich zu verabschieden; man lernt viel, indem man redet. Statt eines ganzen neuen Satzes hängst du einfach ein Verb an.
Im Norwegischen beginnen diese Gruppen mit einer kleinen Präposition und å: «Jeg flyttet til Norge for å jobbe» (ich bin nach Norwegen gezogen, um zu arbeiten), «Han gikk uten å si ha det» (er ging, ohne tschüss zu sagen), «Du lærer mye ved å snakke med kollegene dine» (du lernst viel, indem du mit Kollegen redest). Nach der Präposition steht immer å + Infinitiv.
Hier hast du es leicht: um zu arbeiten ist «for å jobbe», ohne zu fragen ist «uten å spørre», statt zu ist «i stedet for å». Der Bauplan ist fast derselbe, nur steht å immer als eigenes Wort vor dem Verb und nie mittendrin wie bei anzurufen. Auch om und hvis kennst du schon als ob und wenn: «Jeg lurer på om butikken er åpen» (ich frage mich, ob der Laden offen hat). For å brauchst du in jedem Vorstellungsgespräch und bei jedem NAV-Termin, wenn jemand fragt, warum du nach Norwegen gekommen bist oder wozu du einen Kurs machst («for å få en bedre jobb»).
Regeln
- for å = um … zu (Zweck): Jeg flyttet til Norge for å jobbe.
- uten å = ohne … zu: Han gikk uten å si ha det.
- ved å = indem, dadurch dass (Art und Weise): Du lærer mye ved å snakke med kollegene dine.
- i stedet for å = (an)statt … zu: Ta trappa i stedet for å ta heisen.
- etter å ha + Partizip = nachdem man etwas getan hat: Etter å ha spist dro vi på tur.
- før braucht einen ganzen Satz, kein å: Vask hendene før du spiser. (Wasch dir die Hände, bevor du isst.)
- Viele feste Wendungen haben auch å: glad i å, flink til å, lei av å: Hun er flink til å lage mat.
- Wer das å-Verb tut, ist das Subjekt des Satzes. Ist es jemand anders, nimm for at + Satz: Jeg ringte for at hun skulle vite det.
- ikke steht meist vor å: Vi dro tidlig for ikke å komme for sent.
- at (dass) fällt nach tro, si, håpe, vite oft weg: Jeg tror (at) hun kommer.
- at bleibt, wenn der Nebensatz vorne steht: At han kom, var en overraskelse.
- hvis = wenn, falls: Hvis det regner, blir vi hjemme. om kann dasselbe heißen, aber auch „ob“: Jeg lurer på om butikken er åpen.
Typischer Fehler: deutsche Wortstellung. „Um Norwegisch zu lernen“ heißt for å lære norsk – das Verb steht direkt nach å, nicht am Ende.
Beispiele
- Tomasz flyttet til Ålesund for å jobbe på et verft.Tomasz ist nach Ålesund gezogen, um auf einer Werft zu arbeiten.
- Hun tok bilen uten å spørre faren sin.Sie hat das Auto genommen, ohne ihren Vater zu fragen.
- Du sparer mye ved å kjøpe månedskort hos Ruter.Du sparst viel, wenn du eine Monatskarte bei Ruter kaufst.
- I stedet for å ta fly tok vi nattoget til Bodø.Statt zu fliegen, haben wir den Nachtzug nach Bodø genommen.
- Etter å ha jobbet hele dagen var Maria helt utslitt.Nachdem sie den ganzen Tag gearbeitet hatte, war Maria völlig erschöpft.
- Husk å slå av lyset før du går.Denk daran, das Licht auszumachen, bevor du gehst.
- Jeg lurer på om legekontoret er åpent i romjula.Ich frage mich, ob die Arztpraxis zwischen den Jahren geöffnet hat.
- Kari sa hun ville komme litt senere.Kari hat gesagt, sie kommt etwas später.