Rechtschreibung: Doppelkonsonanten und Großschreibung

Norwegisch schreibt man fast so, wie man es spricht, aber ein paar Regeln solltest du kennen. Die wichtigsten betreffen Doppelkonsonanten und die Großschreibung.

Wir unterrichten Bokmål, die in Norwegen meistverwendete Schriftsprache.

Kurz gesagt: Nach kurzem Vokal ein Doppelkonsonant (takk, glass), aber nie ein doppeltes m am Wortende (rom, hjem). Wochentage, Monate und Nationalitäten schreibt man klein.

Worum geht es?

Rechtschreibung heißt, Wörter so zu schreiben, wie sie aussehen sollen. Das zählt, wenn du eine Bewerbung schreibst, eine Nachricht an den Kindergarten oder einen Test machst. Kleine Fehler machen einen Text nicht unverständlich, aber sie schwächen den Eindruck.

Die gute Nachricht: Norwegisch schreibt man fast so, wie man es spricht. Die wichtigste Regel betrifft die Vokallänge: Nach einem kurzen Vokal steht oft ein doppelter Konsonant, nach einem langen nur einer. «Takk» (danke) hat ein kurzes a, «tak» (Dach) ein langes. «Katt» (Katze) hat ein kurzes a, «mat» (Essen) ein langes. Die zweite große Regel betrifft Großbuchstaben: Tage, Monate und Nationalitäten schreibt man klein: «mandag», «januar», «norsk».

Die Doppelkonsonanten-Regel kennst du aus dem Deutschen (Kamm, kam), also bist du hier im Vorteil. Die große Umstellung ist die Großschreibung: Nomen werden auf Norwegisch klein geschrieben! «Ich habe einen Hund» heißt «Jeg har en hund», nicht «en Hund». Gerade Deutschsprachige schreiben anfangs aus Gewohnheit «Bil» oder «Mandag» groß, achte bewusst darauf. Und «m» am Wortende ist immer einfach: «rom», «hjem».

Regeln

  1. Nach kurzem Vokal wird der Konsonant verdoppelt: takk (danke), glass (Glas), katt (Katze), hopp (Sprung), full (voll).
  2. Nach langem Vokal steht nur einer: tak (Dach), mat (Essen), bok (Buch), hus (Haus).
  3. Wörter auf m haben nur ein m: rom (Zimmer), hjem (Heim), lam, dum (dumm), fram. Kommt eine Endung dazu, ist das doppelte m wieder da: rommet, hjemme, dumme.
  4. Einige kleine Wörter haben trotz kurzem Vokal nur einen Konsonanten: han, hun, den, men, til, vil, skal.
  5. Bekommt ein Verb im Präteritum -te, fällt ein Konsonant weg: spille – spilte, kjenne – kjente, begynne – begynte.
  6. Kleinschreibung: Wochentage und Monate (mandag, januar), Feiertage (jul, påske), Sprachen und Nationalitäten (norsk, spansk, en polakk).
  7. Großschreibung: Namen von Personen, Orten und Ländern (Kari, Bergen, Norge, Polen) und das erste Wort im Satz.
  8. hjem oder hjemme? hjem = Richtung (Jeg går hjem – ich gehe nach Hause), hjemme = Ort (Jeg er hjemme – ich bin zu Hause).
  9. og oder å? og verbindet (brød og ost), å steht vor dem Infinitiv wie „zu“ (å spise). Beide klingen gleich.
  10. Zusammensetzungen schreibt man zusammen – wie im Deutschen: hyttetur, barnehage, røykfritt. „Røyk fritt“ hieße „rauch ruhig“!

Typischer Fehler: Substantive großschreiben wie im Deutschen – en Bil, på Mandag. Im Norwegischen sind Substantive klein: en bil, på mandag. Groß schreibt man nur Namen.

Beispiele

  • Takk for at du hjalp meg med flyttingen!Danke, dass du mir beim Umzug geholfen hast!
  • Rommet mitt i kollektivet er lite, men lyst.Mein Zimmer in der WG ist klein, aber hell.
  • Jeg er hjemme i kveld, men i morgen reiser jeg hjem til Polen.Heute Abend bin ich zu Hause, aber morgen fahre ich heim nach Polen.
  • Agnieszka er polsk, men hun snakker veldig godt norsk.Agnieszka ist Polin, aber sie spricht sehr gut Norwegisch.
  • Vi planlegger en hyttetur til Hemsedal i påsken.Wir planen über Ostern einen Hüttenausflug nach Hemsedal.
  • Kurset begynner mandag 5. januar.Der Kurs beginnt am Montag, dem 5. Januar.
  • Hun spilte fotball da hun bodde i Stavanger.Sie hat Fußball gespielt, als sie in Stavanger wohnte.
  • Glasset falt i gulvet, men det gikk ikke i stykker.Das Glas fiel auf den Boden, ist aber nicht kaputtgegangen.

Mit einem Test üben (A2) Ins Norwegische übersetzen

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